Hallo Zusammen,


Diesmal war es nicht mein Tag, auch wenn wir in der Mannschaft am Ende eine Medaille erkämpft haben.

Ich hab ein paar Runden gebraucht, um in dem anfangsgewusel mein Tempo zu finden, aber dann lief es nach Plan. Leider bekam ich nach 6 Stunden Probleme mit der rechten Hüfte, wahrscheinlich, weil die Laufstrecke ein Gefälle quer zur Laufrichtung hatte. Ich war dann mehrmals zur Massage und hab mir nach einem ordentlichen Regenschauer wärmere Sachen angezogen aber irgendwann wurde die Quälerei zu groß und Sean hat mich aus dem Rennen genommen. Schade aber wahrscheinlich vernünftig. Habe wohl so ausgesehen wie ich mich gefühlt habe.
Nach 3 Stunden Pause auf dem Feldbett in unserem Verpflegungszelt habe ich mich ebenfalls um die Athleten gekümmert. 
Leider war in der Nacht die Rundenzählung nicht einsehbar und weder Läufer noch Betreuer kannten die Zwischenstände. Nach 20 Stunden gab es die erste Liste und wir waren ca. 25 km von einer Medaille entfernt. Aber alle aus unserem Team haben gekämpft und irgendwie haben wir uns weiter nach vorne schieben können. Einige Listen sind bei Facebook einsehbar. Mit einer grandiosen letzten Stunden von Antje Krause, Julia Fatton und Sigrid Hoffmann konnten wir uns noch an Schweden vorbei schieben und sind Dritte geworden. Medaillen gab es für das ganze Team so das ich jetzt auch ein WM Bronze Medaille habe, aber so richtig freuen kann ich mich im Moment nicht.
 
Danke fürs Daumen drücken und viele Grüße,
Anke

Moin ZUSAMMEN,

Oliver, ich und unser Freund Gerd Eden sind dort gestern beim 6 Stundenlauf am Start gegangen. Gerd mit 66 Jahren der älteste von uns belegte in der AK 65 mit rund 44km den 2. Platz. Leider hatte Gerd ungewöhnlicherweise nach ca. 32km mit Krämpfen in den Beinen zu tun.

Der liebe Oliver unser Youngster mit 46 Jahren lief gewohnt gleichmäßig das Ding runter. Oliver belegte mit rund 64 km (Nicht offiziell kann auch mehr sein) den 1. Platz in der AK 45.

Selber hatte ich wie erwartet wieder mit meiner Ferse und den auch dadurch bedingt unzureichenden Training zu tun. Mal eben 6 Stunden runter zu laufen und immer gut und entspannt über 60km laufen das ist bei mir definitiv Vergangenheit.

Wie bereits mir bekannt ist es nach rund 2 - 2,50 Stunden vorbei mit dem schmerzfreien Laufen. Den HM hatte ich so knapp über 2 Stunden beendet, die anschließenden 4 Stunden waren ein Gemisch aus Gehen und Laufen. Das Tempo für die

4 Stunden betrug ziemlich genau 8 Km/h die Stunde. Spaß machte das ganz ehrlich nicht und ich mußte mich ganz schön zusammen reißen um nicht wenigstens nach der Marathonstrecke aufzuhören. Aus heutiger Sicht könnte das mein letzter Ultra gewesen sein. Der Anteil der Laufstrecke gegenüber der Gehstrecke sollte schon deutlich höher sein. Werde dem Laufen natürlich treu bleiben aber nur noch das machen was geht, ab und zu mal einen Marathon.

 

Bis dann,

Harald Retzlaff

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